Atelierbesuche bei Anton Christian

Im Rahmen der Angebote für unsere KursteilnehmerInnen kam nach langer Vorbereitungszeit und einigen Gesprächen mit dem Künstler dieser erste Atelierbesuch zu Stande.
Wir waren alle sehr gespannt, wie informationsfreudig ein Künstler ist, wenn man in seine sehr persönliche Wirkungsstätte eindringt. Wir wurden angenehm überrascht.

Freundlich und sehr informationsbereit wurden wir in seinem Atelier in Natters empfangen. Sofort fielen uns die vielen großformatigen Bilder auf. Erst nach und nach erkannten wir auch die anderen Kunstwerke im Atelier. Da fanden sich z.B. neben verschiedenen anderen Objekten bemalte Schweinsköpfe und eine Holzfigur in einem Einkaufswagen.

Der Künstler hatte einige seiner Werke zur Vorstellung und Diskussion vorbereitet und erzählte uns sehr bereitwillig jeweils über Beweggründe für das Motiv und die angewendete Arbeitstechnik. Von der französischen Schriftstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir und deren Anliegen sind insbesondere die späteren und derzeitigen Werke von Anton Christian beeinflusst.
Die Thematik Veränderung und Verwesung beschäftigen den Künstler von seinem Studium in Wien an, bis heute. Im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum befindet sich dazu das aus mehreren großen Tafeln bestehende Werk „Gesichter des Alterns“.

Anton Christian sagt zwar „Ich male was ist, und will kein angenehmer Künstler sein“, aber Letzteres haben wir nicht empfunden. Im Gegenteil, nach einem abschließendem gemeinsam getrunkenem Glas Wein verließen wir sein Atelier mit dem Gefühl, willkommen gewesen zu sein. Jede und jeder unserer KursteilnehmerInnen konnte für die eigene künstlerische Weiterentwicklung etwas mitnehmen und war für die Möglichkeit, Anton Christian und sein Werk näher kennen zu lernen, dankbar.

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